Donnerstag, der 26. November 2015

Unternehmerfrauen im Handwerk tragen ihre politische Positionen vor

- Staatssekretärin Frau Daniela Behrens lädt ein zum offenen Dialog -

„Es ist unser erstes politisches Programm für die niedersächsischen Unternehmerfrauen des Handwerks“ betont Heidi Kluth, Vorsitzende des Landesverbandes der Unternehmerfrauen im Handwerk anlässlich der Einladung von Frau Staatssekretärin Daniela Behrens in das Niedersächsische Wirtschaftsministerium am 26.10.2015 in Hannover. Die Positionen sollen jeweils zu Jahresbeginn im Rahmen der Landestagung der Unternehmerfrauen, die aus insgesamt 35 Arbeitskreisen delegiert werden, diskutiert und aktualisiert werden. Mit der Landestagung 2015 wurde die Erstauflage mit
10 knackigen Punkten gestartet. Dabei geht es an vorderster Stelle um mehr Repräsentanz von Frauen auf der allgemeinpolitischen Ebene von Kommunen, Land und Bund, aber auch in den handwerkspolitischen Gremien der Handwerksorganisation. Desweiteren spielt sowohl die Stärkung der Frauen als Gründerinnen und Übernehmerinnen, speziell in männerdominierten Gewerke des Handwerks, eine besondere Rolle als auch die grundsätzliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Bürokratieabbau, eine gerechte Steuerpolitik, die Stärkung des ländlichen Raums durch eine effiziente Verkehrsinfrastruktur und einem zukunftsorientierten Breitbandausbau sind weitere Anliegen der Unternehmerfrauen im Handwerk in Niedersachsen. Mit großer Sorge sehen die Spitzenfrauen im Handwerk die immer wieder auftretenden Angriffe auf die duale Ausbildung und den Meisterbrief, die aus ihrer Sicht das Gütesiegel für handwerkliche Leistungen aus Deutschland darstellen.

Frau Behrens zeigte eine große Offenheit für einzelne Punkte und beabsichtigt, auch in Zukunft den Dialog fortzusetzen. Die Stärkung der Unternehmerfrauen als Gründerinnen, Übernehmerinnen und als Partnerinnen ist auch ihr wichtig. Dabei ist zu berücksichtigen, so Kluth, dass drei Viertel aller Handwerksunternehmen als Familienbetriebe gemeinsam von Lebenspartnern geführt werden.