Samstag, der 21. Februar 2015

Frauen haben im Handwerk eine starke Position

23. Verbandstag der Unternehmerfrauen im Handwerk in Lüneburg

„Frauen sind erst dann erfolgreich, wenn niemand mehr überrascht, dass sie erfolgreich sind“, mit diesem Zitat begrüßt die Vorsitzende des Landesverbandes der Unternehmerfrauen im Handwerk, Heidi Kluth, die knapp 100 aus allen Landesteilen delegierten Unternehmerfrauen und Gäste zum Auftakt der Landesverbandstagung im Hotel Bergstöm in Lüneburg am 20./21. Februar 2015. „Im Frauenverband des Handwerks, der mit insgesamt 35 Arbeitskreisen nahezu flächendeckend in Niedersachsen aufgestellt ist, sind die Frauen selbst darüber schon lange nicht mehr überrascht“, betont die Vorsitzende. „Sie wissen, was sie leisten und kennen ihre Erfolge!“

Über verschiedene landesweite Initiativen, wie „Tue Gutes und sprich drüber!“, „Wir rücken der Politik auf den Pelz“, „Qualifizierung macht stark“ und „Starke Frauen für ein starkes Handwerk“ ist die weibliche Führungsebene des Handwerks verstärkt in die öffentliche und auch politische Wahrnehmung getreten. Dieses bescheinigt Frau Daniela Behrens, Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, den anwesenden Frauen und Ehrengästen im Rahmen ihres Festvortrages zum Thema: „Frauen in Führungspositionen in Politik und Mittelstand“. Sie betont, wie wichtig, die Wahrnehmung nach außen ist, nicht zuletzt um junge Frauen für die gesamte Bandbreite der Berufe des Handwerks zu begeistern. Das Handwerk muss dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich und nach außen bekannt machen. Drei Viertel der Betriebe des Handwerks werden von Ehe- bzw. Lebenspartnern gemeinsam geführt. Gründerinnen, Übernehmerinnen, Ehe- und Lebenspartnerinnen sind die besten Beispiele, um zu zeigen, dass das Handwerk ein attraktiver Wirtschaftsbereich für Frauen und Männer ist. Frau Behrens signalisiert den Unternehmerfrauen ihre volle Unterstützung und macht deutlich, welche verschiedenen Angebote das Land schon heute macht. Dazu zählen Programme, wie der MikroStarter, die Nachfolgemoderation oder auch die Frauenkoordinierungsstellen, die einen besonderen Schwerpunkt auf die Begleitung von Frauen legen.

Wichtig aus der Sicht des Hauptgeschäftsführers des Niedersächsischen Handwerks (NHT), Michael Koch, ist der bildungspolitische Kurs der Landesregierung. „Mehr Berufs- statt reiner Hochschulorientierung erleichtert jungen Menschen, auch wenn sie das Abitur anstreben, ihre Berufswahl und schützt sie verstärkt vor einem späteren Studienabbruch.“ In seinem Fachvortrag während der Mitgliederversammlung stellt Koch am zweiten Verbandstag verschiedene Angebote der Handwerksorganisation vor, um junge Menschen – speziell auch Frauen – für das Handwerk zu begeistern. „Frauen tun dem Handwerk gut und werden in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. In der Handwerksorganisation wird eine größere Offenheit für Frauen auch in den politischen Gremien deutlich. Er fordert die anwesenden Frauen auf, aktiv auf ihre Organisation zuzugehen und ihr Interesse an einer handwerkspolitischen Mitarbeit zu zeigen!

Die Vorsitzende Kluth greift diese Appelle auf und kündigt ein politisches Programm der Unternehmerfrauen an, welches für das Jahr 2015 eine Grundlage für weitere Gespräche und Projektideen sein wird. Sie bedankt sich bei der Geschäftsstelle des Landesverbandes in Hannover für die bisher 10-jährige erfolgreiche Unterstützung der Unternehmerfrauen auf Landesebene.

Lüneburg, 21. Februar 2015