Montag, der 20. Januar 2014

Unternehmerfrauen für faire Regelung der Mütterrente!

Landesverband in Niedersachsen zeigt sich irritiert über aktuelle Debatte

„Die große Problematik der Altersarmut gerade von Frauen, die aufgrund von Kindern ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben haben, ist unumstritten. In der Debatte um die Mütterrente ist zu berücksichtigen, dass die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor über 20 Jahren deutlich schlechter waren als heute!“, betont Heidi Kluth, Vorsitzende des Landesverbandes der Unternehmerfrauen im Handwerk Niedersachsen. „Aussagen, wie: Mütterrenten bedrohen Jobs, verunglimpfen die Mutterrolle in einem hohen Maße. Dabei geht es bei der aktuell diskutierten Mütterrente allein darum, die Ungleichbehandlung bei der Rente von Erziehungsberechtigten vor 1992 gegenüber jüngeren Eltern zurückzuführen.“

Der Landesverband der Unternehmerfrauen fordert „die populistische Debatte um die Mütterrente, die eigentlich eine Elternrente ist, zu beenden. Kindererziehungsjahre sind angemessen bei der späteren Rente der Eltern, d.h. beim Vater oder bei der Mutter zu berücksichtigen – ganz unabhängig davon, wann die Kinder geboren wurden. Kinder sind die Zukunft unserer Gesamtgesellschaft, aus diesem Grund verbietet sich eine Finanzierung über Sozialversicherungsbeiträge. Es muss die Finanzierung aus Steuermitteln gewährleistet werden. Es ist beschämend, welchen politischen Stellenwert die Diskussion um die Mütterrente erhält in einem Land, welches wirtschaftlich erfolgreich, aber europaweit ein Schlusslicht bei der Geburtenrate darstellt. Nicht die „Mütterrente“ bedroht den Standort Deutschland, sondern die fehlende Anerkennung der Leistungen von Eltern. Es ist richtig, dass inhaltlich nicht begründbare Ungleichbehandlungen abgebaut werden!“

Dezember 2013