Donnerstag, der 02. Januar 2014

Bürokratie bleibt große Belastung in den Handwerksbüros

Unternehmerfrauen im Handwerk besuchen CDU Fraktion mit weihnachtlichem Wunschzettel

Der Verband der Unternehmerfrauen ist der Spitzenverband für unternehmerisch tätige Frauen in der Führungsebene der über 80.000 Handwerksbetriebe in Niedersachsen. Mit 35 Arbeitskreisen und ca. 1.500 organisierten Unternehmerfrauen repräsentiert Niedersachsen im Bundesverband der Unternehmerfrauen den stärksten flächendeckenden Landesverband.

 „Frauen zu begeistern, sie zu qualifizieren und Mut zu machen, sich in den verschiedensten Bereichen zu engagieren, darin liegt“, so die Vorsitzende Heidi Kluth „eine der wesentlichen Aufgaben des Verbandes.“ Dieses gilt speziell bei der Initiative des Landesverbandes „Für mehr Frauen aus dem Handwerk in die Politik.“ Mit diesem Anliegen stießen die Vertreterinnen des Landesverbandes bei den CDU-Fraktionsspitzen Björn Thümler, Dirk Töpfer und Karl-Heinz Bley auf offene Ohren. „Es wird wichtig sein, neue Formen der Ansprache von Frauen zu finden und politische Begeisterung zu wecken. Nicht immer ist die Ansprache leicht, denn vielfach sehen sich Frauen neben beruflichen Verpflichtungen auch verstärkt zuständig für familiäre Aufgaben. Häufig sind sie erst später für politisches Engagement offen!“ Viele organisierte Unternehmerfrauen befinden sich in dieser Phase, betont Kluth. „Sie müssen gezielt angesprochen und gewonnen werden, denn es wichtig, dass gerade auch der kleinbetrieblich strukturierte Wirtschaftsbereich Handwerk stärker in der Politik auf den unterschiedlichsten Ebenen vertreten ist!“

Themen, wie Bürokratieabbau unter den Stichworten Vorfälligkeit der SV-Beiträge und Künstlersozialabgabe, die völlig unkalkulierbare Energiekostenentwicklung oder die nicht nachvollziehbaren Umsatzsteuerregelungen, speziell im Nahrungsmittelhandwerk, werden von den Frauen im Handwerk kritisch aufgegriffen. Auch die wiederholten Angriffe der EU-Ebene auf die Handwerksordnung und die Meisterprüfung werden von den Unternehmerfrauen, mit Blick auf die Folgen der bereits in einigen Gewerken erkennbaren Dequalifizierung, mit größtem Unverständnis gesehen. Es ist zunehmend wichtig, dass unternehmerische Erfahrungen von kleinen und mittleren Unternehmen in politische Gestaltungs- und entscheidungsprozesse einfießen.

Thümler begrüßt das Engagement der Unternehmerfrauen und betont:

1)     dass sich die CDU auch gegenüber der europäischen Ebene für den Meisterbrief und die die Handwerksordnung einsetzen wird zum Schutz des Handwerks und der Sicherung der hohen Qualität handwerklicher Leistungen.

2)    dass die duale Ausbildung als Garant der qualitätsvollen Weiterentwicklung des Handwerks auf die Unterstützung der CDU setzen kann. Die Sicherung der dualen Ausbildung ist nicht nur für das Handwerk wichtig, sondern auch für die Industrie. Sie wäre für Europa insgesamt eine gute Weiterentwicklung. Dieses muss verstärkt deutlich gemacht werden.

3)     dass die Unternehmerfrauen kraftvoll ihre Positionen vor Ort vertreten und auf die CDU auch auf kommunaler Ebene in den Wahlkreisen zugehen sollen. Die CDU ist offen für engagierte Frauen aus dem Handwerk!

Kluth begrüßt diese klare Ansage der niedersächsischen CDU-Spitze und appelliert an die CDU, selbst auch Unternehmerfrauen vor Ort anzusprechen und zu einem politischen Engagement zu motivieren.

Dezember 2013